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Lipödem-OP: Ablauf vor, während und nach dem Eingriff

Von der ersten Beratung bis zur Entlassung: Wie eine Lipödem-Liposuktion typischerweise abläuft, was Patientinnen erwartet und worauf man sich vorbereiten kann.


Lipödem-OP: Ablauf vor, während und nach dem Eingriff

Eine Lipödem-Liposuktion ist ein geplanter operativer Eingriff, der in mehreren Phasen abläuft – von der ersten Beratung bis zur abschließenden Kontrolle. Dieser Artikel gibt einen sachlichen Überblick über den typischen Verlauf.

Der genaue Ablauf variiert je nach Praxis, Methode und individuellem Fall. Verbindliche Informationen erhalten Sie nur von der behandelnden Einrichtung.

Phase 1: Erstberatung und Indikationsstellung

In einem ausführlichen Erstgespräch wird die Diagnose überprüft oder gestellt, das Ausmaß des Lipödems beurteilt und die Eignung für eine operative Behandlung eingeschätzt. Der Arzt erklärt die möglichen Methoden und beantwortet Fragen.

Phase 2: Vorbereitung und Antragstellung

Falls eine Kassenübernahme beantragt werden soll, beginnt der Antragsprozess (Befundbericht, Nachweis konservativer Therapie, ggf. MDK-Begutachtung). Parallel werden präoperative Untersuchungen durchgeführt: Blutbild, EKG, ggf. Ultraschall.

Phase 3: Der Eingriff

Die Lipödem-Liposuktion findet meist ambulant oder kurzzeitstationär statt. Typischer Ablauf:

  • Aufnahme, Aufklärungsgespräch, Anzeichnen der Behandlungsbereiche
  • Einbringen der Tumeszenz-Lokalanästhesie und Wartezeit bis zur vollen Wirkung
  • Eigentliche Absaugung (WAL oder PAL)
  • Anlegen von Kompressionsverbänden
  • Kurzzeitüberwachung und Entlassung

Die Eingriffsdauer beträgt je nach Umfang 2–5 Stunden.

Phase 4: Unmittelbare Nachsorge

In den ersten Tagen nach dem Eingriff ist Schonung angesagt. Kompressionskleidung muss rund um die Uhr getragen werden. Lymphdrainage beginnt in der Regel bereits wenige Tage nach dem Eingriff.

Phase 5: Langfristige Nachsorge

Das endgültige Ergebnis ist nach etwa 6–12 Monaten sichtbar. Kontrolltermine beim Operateur sind eingeplant. Falls mehrere Körperstellen behandelt werden müssen, folgen weitere Eingriffe in Abständen von mehreren Monaten.

Häufige Fragen

Was passiert am Tag der Lipödem-OP?

Am OP-Tag wird zunächst eine ausführliche Aufklärung durchgeführt. Dann erfolgt die Anzeichnung der Behandlungsregionen. Anschließend wird die Tumeszenz-Lösung (Betäubungsmittel in Kochsalzlösung) in das Gewebe injiziert. Nach Eintreten der Wirkung erfolgt die Liposuktion. Der Eingriff dauert je nach Umfang 2–5 Stunden. Danach werden Kompressionsverbände angelegt.

Wie lange dauert eine Lipödem-OP?

Die Operationsdauer hängt von der Anzahl und Größe der behandelten Regionen ab. Eine typische Sitzung dauert 2–5 Stunden. Aufgrund der Sicherheitsgrenzen für das abgesaugte Volumen können nicht alle Regionen in einer Sitzung behandelt werden – deshalb sind oft mehrere Eingriffe nötig.

Bin ich bei der Lipödem-OP wach?

Ja, in der Regel. Die Lipödem-Liposuktion wird in Tumeszenz-Lokalanästhesie durchgeführt, bei der das Gewebe lokal betäubt wird. Patientinnen sind wach oder leicht sediert, aber nicht unter Vollnarkose. Viele berichten, dass der Eingriff dadurch angenehmer ist und die Erholung schneller geht.


Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Wenden Sie sich bei gesundheitlichen Fragen an eine Ärztin oder einen Arzt.

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